Das große Oster-Special von „Wer wird Millionär?“ (Ausstrahlung am 05. April 2026) bot nicht nur festliche Stimmung, sondern auch einen der skurrilsten Zusatzjoker der Staffel. Eine 64.000-Euro-Frage, eine unfreiwillig komische Wahrscheinlichkeitsrechnung aus dem Publikum und ein vorzeitiger Ausstieg machten diese Runde zu einem echten Quiz-Highlight.
Bei einer kniffligen Frage aus dem Bildungsbereich geriet der Kandidat massiv ins Grübeln. Günther Jauch wollte für 64.000 Euro wissen:
„Mehr als ein Viertel aller nach Personen benannten Schulen in Deutschland tragen Namen von …?“
- A: Unternehmern
- B: Politikern
- C: Schriftstellern
- D: Geistlichen und Heiligen
Die Joker-Verwirrung: Von 80 auf exakt 78 Prozent
Der Kandidat auf dem heißen Stuhl hatte eigentlich eine klare eigene Tendenz: Er schwankte stark in Richtung der Antwort D (Geistlichen und Heiligen), da kirchliche Träger oft Schulen betreiben. Da ihm das Risiko für einen tiefen Absturz aber zu groß war, vertraute er auf das Publikum und wählte den Zusatzjoker.
Eine Frau aus den Zuschauerrängen erhob sich, wischte die Intuition des Kandidaten komplett vom Tisch und plädierte stattdessen für C: Schriftstellern. Doch statt dem Kandidaten Sicherheit zu geben, sorgte sie für Schmunzeln im Studio: Zuerst erklärte sie selbstbewusst, sie sei sich „zu 80 % sicher“ – nur um sich im nächsten Atemzug völlig trocken auf „78 %“ zu korrigieren. Eine so herrlich krumme Prozentangabe hört man auf dem heißen Stuhl selten!
Der Ausstieg: Sicherheit geht vor Zocken
Mit einer Fehlerquote von amtlichen 22 % durch den Joker und einem völlig konträren eigenen Bauchgefühl tat der Kandidat das Einzige, was in dieser Situation Sinn ergab: Er zog die Reißleine. Statt blind zu zocken und die gewonnene Summe aufs Spiel zu setzen, gab er auf und nahm das bisher erspielte Geld (32.000 Euro) sicher mit nach Hause.
Der Faktencheck: Warum die 78 % goldrichtig waren
Hätte der Kandidat der Dame vertraut, wäre er eine Runde weitergekommen! Die Antwort C: Schriftstellern ist absolut korrekt.
Wenn man einen Blick auf die deutsche Schullandschaft wirft, wimmelt es dort von literarischen Größen.
- Schriftsteller (C): Denkt man an die unzähligen Goethe-Gymnasien, Schiller-Schulen, Brüder-Grimm-Grundschulen oder Einrichtungen, die nach Erich Kästner und Astrid Lindgren benannt sind, wird schnell klar, dass Dichter und Denker die Schullandschaft dominieren. Sie machen weit über 25 Prozent aus.
- Geistliche und Heilige (D): Diese sind zwar prominente Namensgeber (z.B. Don-Bosco-Schule oder Hildegard-von-Bingen-Schule), konzentrieren sich jedoch fast ausschließlich auf Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft und landen somit bundesweit auf den hinteren Plätzen.
- Politiker (B): Gibt es durchaus oft (Willy-Brandt-Gesamtschule, Konrad-Adenauer-Gymnasium), aber sie erreichen bei Weitem nicht die Dominanz der Literaten.
- Unternehmer (A): Kommen als Namensgeber vor (z.B. Robert-Bosch-Berufskolleg), beschränken sich aber meist stark auf berufsbildende Schulen oder kaufmännische Einrichtungen.
Fazit: Manchmal lohnt es sich, einer 78-prozentigen Fremdmeinung zu vertrauen – besonders, wenn es um das Land der Dichter und Denker geht!



