Für die meisten Frauen gehören Büstenhalter zum Alltag dazu – und trotzdem kennen sich die Wenigsten mit der optimalen Passform und der richtigen Größe wirklich aus. Zudem ist es über die Jahre hinweg zu Vorurteilen gekommen, die die Entscheidung für den richtigen BH durchaus beeinträchtigen können. Mit welchen BH-Mythen mittlerweile aus dem Weg geräumt werden kann und welche spannenden Fakten es rund um BHs zu entdecken gibt, zeigt dieser Artikel.
Fakten und Zahlen zum BH: Die tägliche Stütze im Blick
Der Büstenhalter stellt definitiv keine neue Erfindung dar: Schon Frauen der Antike haben nach Mitteln und Wegen gesucht, ihre Brust bei körperlich fordernden Aktivitäten zu stützen. Offiziell wurde das heute weltweit bekannte Kleidungsstück allerdings erst später eingeführt. Den Grundstein dafür legte die Deutsche Christine Hardt 1899, als sie ein Frauenleibchen zum Stützen der Brust erfand und auch patentieren ließ. Die offizielle Erfinderin des heutigen BHs heißt jedoch:
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Mary Phelps-Jacob erfand den BH 1914: Die US-Amerikanerin kam als Erste auf die Idee, zwei Tücher mit Bändern zu kombinieren. Dieses sollte die Brust stützen, aber auch in ausreichendem Maße bedecken.
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BHs sollten am letzten Häkchen getragen werden: Wer die richtige BH-Größe gefunden hat, sollte das Bündchen auf der letzten und nicht der engsten Stufe tragen. Denn: Das dort enthaltene Gummiband dehnt sich mit der Zeit, sodass erst auf den mittleren und dann den vorderen Haken gewechselt werden kann. So lässt sich die Lebensdauer des BHs verlängern.
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Körbchengrößen wurden erst später eingeführt: Obwohl der BH 1914 erfunden wurde, folgten Körbchengrößen erst deutlich später. 1930 wurden die Größen A, B und C standardisiert, größere Körbchen kamen erst in den folgenden Jahren dazu.
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BHs ohne Bügel sind immer gefragter: Bequeme BHs ohne Bügel werden immer häufiger gekauft. Rund 31 Prozent aller neuen Modelle stellen bügelfreie Alternativen dar, die Komfort in den Vordergrund stellen. Auch funktionale und damit alltagstaugliche Büstenhalter wie Triumph BHs spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der Trend geht von möglichst formgebenden Büstenhaltern mit vielen Verzierungen weg zu funktionalen und gleichzeitig bequemen Alternativen, die aus nachhaltigen Materialien gefertigt werden.
Mit welchen Mythen kann nun aufgeräumt werden?
Seit mehr als 100 Jahren wird der BH – wie wir ihn heute kennen – also tagtäglich zum Einsatz gebracht. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Gerüchteküche mit der Zeit entfacht wurde: Von gesundheitlichen Mythen bis hin zu Fragen zur richtigen Passform wurden mit den Jahren einige Dinge rund um den BH angeregt diskutiert. Doch welche Mythen können nun gänzlich eliminiert werden?
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Bügel sind für den optimalen Halt unerlässlich: Obwohl Bügel zum Halt beitragen, wurde dieser Mythos längst als falsch entlarvt. Es gibt mittlerweile zahlreiche BHs, die ohne Bügel auskommen und trotzdem viel Halt bieten. Ihr Schnitt und Unterbrustband sorgen dafür, dass die Brust optimal unterstützt wird.
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Die BH-Größe bleibt ein Leben lang dieselbe: Dass sich die Größe und Form der Brust im Laufe der Zeit verändert, ist nur logisch – deshalb kann auch dieser Mythos verneint werden. Allein durch eine Schwangerschaft können Körbchen- und Unterbrustgröße zu- und wieder abnehmen. Deshalb ist die Anprobe unerlässlich, um eine komfortable Passform zu finden.
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Ein BH schränkt die Lebensqualität ein: Falsch! Das ist nur der Fall, wenn der Büstenhalter schlecht sitzt und deshalb einengt oder Druckstellen verursacht. Mit dem richtigen BH ist sogar das Gegenteil der Fall: Dieser verteilt das Gewicht der Brust gleichmäßig und wirkt deshalb entlastend auf den Rücken und Nacken.
Damit ein BH zu mehr Lebensqualität beiträgt, sollte er auch hautfreundlich sein und sich an alle Lebenslagen anpassen. Komfort und atmungsaktive Materialien sollten deshalb beim Kauf im Vordergrund stehen. Diese können auch nachhaltig gewählt werden, um zur Vermeidung von Textilmüll durch nicht abbaubare Synthetik beizutragen.



